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Q&A

Kann ich mich noch für das Projekt bewerben?

Leider nicht, die 77 Personen (und sogar ein paar mehr) sind bereits gefunden.

 

Wann und wo wird das Buch erscheinen?

Geplant ist Sommer 2016, das Buch wird im Archiv der Jugendkulturen aus Berlin erscheinen.

 

Warum 77 Personen?

Klingt doch gut, oder nicht? Außerdem hatte ich einen Anfall von Größenwahn und dachte ich könnte das ganze Projekt in einem Jahr schaffen!

 

Sind alle Regionen Deutschlands gleichmäßig vertreten?

Nein, sind sie nicht. Ein großer Teil der Protagonisten lebt heute in NRW und Berlin. Wenn man aber schaut wo sie aufgewachsen sind, sieht die Verteilung wieder gleichmäßiger aus.

 

Warum Punks und Skins in einem Buch?

Das ist eine gute Frage. Für mich gehören die zwei Subkulturen zusammen. Viele Skins waren mal Punks und so habe ich es auch damals in meinem Umfeld erlebt. Das heißt aber nicht, dass sich alle jetzt verbrüdern müssen. Ich kann genauso die Leute verstehen, die diese Szenen für unvereinbar halten. Ich bin hier einfach meinem Bauchgefühl gefolgt, wohlweißlich das ich hier Personen mit sehr unterschiedlichen politischen Meinungen mische. Rassisten/Faschisten haben in dem Buch aber absolut nichts zu suchen.

 

Warum ein Fotobuch über alte Punks und Skins?

In gewisser Weise hat Punkrock mir damals mein Leben gerettet. Dort fand ich Leute die stolz darauf waren anders zu sein, die sich du ihre kaputten Leben und ihr Außenseitertum feierten. Das gab mir das Selbstbewusstsein, mich dieser Welt zu stellen. Dieses Buch ist meine Hommage an die Leute, die Punkrock am Leben erhalten haben. Sie haben es gehegt und gepflegt und was ich dann, Anfang der 90er Jahre, vorfand bedeutet mir heute noch so viel, dass ich zwei Jahre ohne einen Buchvertrag oder irgendeine finanzielle Unterstützung durch Deutschland getingelt bin um sie zu treffen und zu fotografieren.

 

Ist Punk nicht schon rückwärtsgewandt genug? Muss das jetzt auch noch sein?

Ja, das stimmt, aber mein Buch ist nicht so extrem rückwärtsgewandt. Die Fotos sind ja alle von heute, nur das die Protagonisten halt auch damals schon dabei waren.

 

Wo hast du denn die Fotografie gelernt?

Nirgendwo, ich habe mir irgendwann eine Kamera gekauft und bin einfach damit losgerannt. Am Anfang sah das meiste ziemlich scheiße aus, aber ich habe die Kurve gekriegt und meiner „objektiven“ Meinung nach sind die Fotos der Protagonisten ganz gut geworden. Das ist aber natürlich immer Geschmackssache. Über meine handwerklichen Fähigkeiten müssen sich die Fotografieexperten streiten, dazu werde ich mich nicht äußern.

 

Wie hast du die 77 Personen gefunden?

Einige kannte ich schon vorher persönlich von Konzerten, einige waren mir als Musiker bekannt und ich habe sie einfach angeschrieben. Dazu habe ich über Facebook, meine Homepage und einige Fanzines Suchanfragen geschaltet. Die meisten Kontakte kamen aber über Empfehlungen.

 

Einige der Personen haben aber eine dunkle (rechte) Vergangenheit!

Das ist zwar keine Frage, aber ich beantworte sie trotzdem. Ja, das stimmt, im Buch befinden sich auch Personen die sich mal mehr oder weniger in der rechten Szene bewegten. Das ist bei allen aber schon lange her und sie haben glaubwürdig von ihrer Vergangenheit Abstand genommen. Ich freue mich über jeden, der aus der rechten Szene aussteigt und deshalb bin ich stolz das sie dabei sind.

 

In deinem Buch fehlen aber die Jungs/Mädels aus Wuppertal, Kaufbeuren oder Haselünne, etc…!

Das ist auch keine Frage, aber okay. Ich habe und keine Personen oder Regionen bewusst ausgelassen, es kamen aber aus manchen Ecken einfach keine Kontakte zustande. Meine 77 sind halt nur ein kleiner Teil der großen Szene und ich hätte in Deutschland wahrscheinlich locker 700 Personen zusammengekriegt. Ich finde ich habe trotzdem eine gute Auswahl getroffen.